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MExE-fähigen Gerät steht ein öffentlicher Root-Key zur Verfügung, mit dessen Hilfe Applikationen
von anderen Anbietern authentifiziert werden können. Schlägt die Authentifizierung der Applikation
fehl, so muß die Applikation in die Untrusted-Area eingeordnet werden. Für jede Sicherheitsdomäne
werden die Freigaben getrennt vorgeschrieben. So darf eine Applikation, die mit den Sicherheitsricht-
linien der Operator-Domain gestartet ist, netzspezifische Operationen durchführen. Eine Applikation
mit Sicherheitsrichtlinien aus einer der anderen Domänen hat keinen Zugriff auf diese Operationen.
Weiterhin hat der Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Operationen freizugeben. Die Freigabe erfolgt
als Blanko-Freigabe für eine bestimmte Applikation, das heißt, die Freigabe gilt auch nach Beendi-
gung der Applikation, als Sitzungsfreigabe oder als Freigabe für eine Operation. Daneben stellt das
Java-Sandbox-Modell sicher, daß heruntergeladene Applikationen nur die vom MExE-Gerät zur
Verfügung gestellten APIs nutzen. Eine Umgehung der APIs, um native Funktionen des Gerätes
anzusteuern, ist nicht möglich.
4.5 Vorteile von MExE
MExE erhöht die Flexibilität von mobilen Geräten erheblich. So sind keine komplizierten
Updates der Firmware vonnöten, um Unterstützung für neue Applikationen oder Dienste zu
integrieren. Neue Dienste lassen sich durch Download von MIDlets in das mobile Endgerät
realisieren.
MExE bietet Unterstützung sowohl für klassische Client-Server-basierte Dienste als auch
moderne Peer-to-Peer-Dienste(P2P). Diese gehen jedoch über die bloße Visualisierung von Daten
hinaus und erfordern einen größeren Leistungs- und Funktionsumfang der mobilen Geräte. Die
Voraussetzungen sind bei Geräten ab Classmark 2 erfüllt. So können PIM-Applikationen (Personal
Information Management) als MIDlets realisiert und Terminpläne und Telefonbücher zwischen
mobilen Geräten ohne das Vorhandensein von externen Servern synchronisiert werden.
Die größten Möglichkeiten bietet MExE zweifelsohne bei interaktiven Anwendungen wie Spielen oder
beim Online-Chat. Es stehen bereits Re-Implementierungen alter Spiele-Klassiker als Downloads für
Classmark-3-fähige Geräte zur Verfügung. Die Interaktivität der Nutzer kann hier zur Erzeugung
neuer mobiler Dienstkonzepte genutzt werden, die erst durch die Vernetzung der Nutzer
untereinander möglich werden. Auch sind medizintechnische Applikationen wie ein mobiles
Vital-Monitoring durch MexE denkbar, wobei von externen Sensoren aufgenommene medizinische
Daten durch ein MIDlet verarbeitet werden und bei Eintritt bestimmter Kriterien Notrufe ausgelöst
werden.
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